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1929 -1933

Krisenjahre ab 1929

Noch im Jahre 1929 kündigte sich, nach dem Zusammenbruch der New Yorker Börse im Oktober, eine Krise an, die das deutsche Wirtschaftsleben schwer traf.

Die Arbeitslosigkeit nahm rapide zu. 1930 betrug die Zahl der Arbeitslosen bereits 2,7 Millionen.

Es wurde ein Prozeß eingeleitet, der über "Sparmaßnahmen" zum Abbau und zur Aushöhlung der sozialen Leistungen führte, die in den zurückliegenden Jahren geschaffen worden waren.

Die Arbeiterwohlfahrt protestierte in einer zentralen Konferenz im Mai 1931 gegen diese Sparmaßnahmen und forderte, daß die Leistungen der Fürsorge, insbesondere die vorbeugenden Maßnahmen, erhalten bleiben und warnte vor einem Abbau fürsorgerischen Personals. Eine weitere Konferenz im September 1931 lehnte die Forderung des Deutschen Städtetages nach Herabsetzung der Fürsorgerichtsätze ab.

Im Mai 1932 protestierte der Hauptausschuß gegen die Kürzung der Arbeitslosenunterstützung und der Sozialrenten. Die krisenhafte Situation trieb ihrem Höhepunkt zu. Die Zahl der Arbeitslosen stieg über 6 Millionen.

Die Ortsausschüsse griffen auf einfache Hilfeformen zurück, in denen sie in den Not- und Hungerjahren vor 1924 große Erfahrungen gesammelt hatten:Auf Speisungen,

Abgabe von Bekleidungen und Naturalien,

von Gutscheinen für Lebensmittel und Kohlen.Für die erwerbslose weibliche Jugend wurden fachlich geleitete Nähkurse eingerichtet, für die männliche Jugend Werkstätten zur Berufsanlernung oder -Umschulung.

Der Hauptausschuß führte trotz aller Erschwerungen seine zentralen Aufgaben weiter: Durch Anregungen und finanzielle Zuschüsse unterstützte er die örtlichen Aktivitäten.