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Prävention

Prävention

Drogen- und Gewaltprävention sind zwei Seiten ein und derselben Medaille. Werden die Grundbedürfnisse von Kindern und Jugendlichen befriedigt und deren Rechte geachtet, neigen sie nicht so leicht dazu auf Ersatzbefriedigungen zurückzugreifen und ihre aufgestauten Aggressionen zerstörerisch gegen andere oder gegen sich selbst zu richten.

Tatsache ist, dass sich das „natürliche" Risikoverhalten im Prozess des Erwachsenwerdens bei Jugendlichen schon immer auch im Ausprobieren von Rauschmitteln zeigte. Doch in den letzten Jahren geben die veränderten riskanten Konsumformen und vor allem das immer niedriger werdende Einstiegsalter Anlass zur Sorge. Die Gefahr von Gesundheitsschäden bis hin zu einer Abhängigkeit wird von Kindern und Jugendlichen und zum Teil auch von den Eltern unterschätzt.

Doch nur wer informiert ist, kann auch vorbeugen. Vorbildfunktion haben hier die Erwachsenen. Gefordert ist dabei eine Sachkompetenz rund um das Thema Drogen, um mit den Heranwachsenden in eine wirkliche Diskussion einzusteigen. Deshalb wollen wir Eltern, Pädagogen und allen in der Jugendarbeit Tätigen ausführliche Informationen zur Drogenthematik zur Verfügung stellen sowie mit unseren Hilfe- und Infotipps Anregungen geben, wo und wie sie weiterführende Informationen zur Vertiefung des Themas finden können.

Info- und AufklärungsbroschürenBundeszentrale für

Bestellmöglichkeiten:
Telefax: 0221/8992-257
E-Mail: order@bzga.de
Internet: www.bzga.de

Basisinformation Alkohol
Broschüre mit den wichtigsten Infos zum Alkoholkonsum, -missbrauch und -abhängigkeit sowie Hilfsangebote und Literatur

Das nasse Blatt
Faltinfo und Poster rund um Alkoholkonsum, richtet sich an Jugendliche, mit Wissenstest, Anti-Katertipps, alkoholfreien Cocktail-Rezepten und Frageecke

Leo geht durch Alles durch
Zielgruppe: leseungewohnte und bereits gefährdete Jugendliche, Comic mit beispielhaften Alltagssituationen, macht Probleme und deren Lösungen bewusst, Hinweise auf professionelle Beratung

Basisinformation Tabak
siehe Alkohol

Stop Smoking - Boys rauchfrei
Zielgruppe: Jungen, "du"-Ansprache, Anregung zum Nichtrauchen, Selbsttest, Rauchertypen etc. Zielgruppengerechte, moderne, positve und klare Gestaltung, auch durch Farbe: blau

Stop Smoking - Girls rauchfrei
Zielgruppe: Mädchen, "du"-Ansprache, Anregung zum Nichtrauchen, Selbsttest, Rauchertypen etc. Zielgruppengerechte, moderne, positve und klare Gestaltung, auch durch Farbe: rosa

Let's talk about smoking!
Broschüre, die sich an rauchende und nichtrauchende Jugendliche wendet: Inhaltsstoffe, gesundheitliche Folgeschäden und Passivrauchen

Auf dem Weg zur rauchfreien Schule
Leitfaden für Pädagogen in Schule und Jugendarbeit u. a. Hilfe für die Arbeit mit Jugendlichen zum Umgang mit dem Rauchen. Gibt praktische Hilfen, Infos und Arbeitsmaterialien (Mappe mit Broschüren)

Cannabis:
Haschisch und Marihuana
Infobroschüre über Wirkung und Zusammensetzung, Risiken sowie rechtliche Aspekte von Cannabis(konsum), gute Diskussionsgrundlage für kompetente Gespräche zum Thema „weiche Drogen"

Ecstasy - was nun?
Ratgeber von Ex-Usern für Eltern, Kurzinfo zu allen wesentlichen Aspekten (Risiken, Konsum, Verhaltensweisen und Prävention) von Ecstasy

Kinder stark machen - zu stark für Drogen
3-teilige Informationsbroschüre für Eltern und Erzieher zu den Themen Suchtvorbeugung, -ursachen und -bekämpfung. Heft 1 und 2: Anregungen zur Vorbeugung (Vorschulalter bis Pubertät). Heft 3: Hintergrundinfos zu Suchtmitteln und Beratungsstellen

Über Drogen reden
Die Broschüre will Eltern darin unterstützen, den eigenen Standpunkt zum Rauschmittelkonsum zu klären, über das Thema Drogen mit Kindern im Gespräch zu kommen und konstruktive Lösungen für Probleme im Zusammenhang mit Suchtmitteln zu finden. Berichte und Reportagen, Infos zu verschiedenen Suchtmitteln, Erläuterung aktueller Rechtsfragen

Suchtprävention an Schulen "Gläserne Schule" - For

Um herauszufinden, ob schulische Suchtprävention überhaupt wirkt, wurde das vom Institut für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung (ISD) im Rahmen des EU-Forschungsprojekts „Suchtprävention an Schulen" bislang zwar in der Praxis erprobte, aber noch nicht evaluierte (= bewertete) Unterrichtsprogramm „Gläserne Schule" weiterentwickelt:
„Gläserne Schule, Teil I" - 2000-2001: Die Panel-Untersuchung (drei Erhebungszeitpunkte mit einer Experimental- und einer Kontrollgruppe) bestand aus einer gezielten suchtspezifischen pädagogischen Intervention, deren Hauptbestandteil eine Verzichtsübung, die so genannte „Initiierte Abstinenz" war. Dabei verzichten die Schülerinnen und Schüler zwei Wochen lang auf eine Substanz wie Süßigkeiten, Zigaretten etc. oder ein Medium wie Fernsehen oder PC-Spiele.
Erprobt wurde diese suchtpräventive Maßnahme in der Zeit von September 2000 bis 2001 an etwa 3.000 Schülern der Klassenstufen 6. bis 8. in unterschiedlichen Schultypen in drei deutschsprachigen Regionen der EU (Flensburg/D, Innsbruck/A, Bozen/I).
Seit Februar 2002 liegen die Befunde dieser umfassenden Evaluation vor: „Das Unterrichtsprogramm wird nicht nur von den Schülern und Lehren akzeptiert und positiv bewertet, sondern es kommt bei einem erheblichen Teil der Schüler auch zu einer Konsumreduktion".
Außerdem entwickeln die Schüler realistische Einschätzungen über das Gefährdungspotential von Substanzen und elektronischen Unterhaltungsmedien, berichtet das Institut für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung (ISD).
Dieses finanziell von der EU geförderte Projekt ist auch als Buch erschienen:
Raschke, Peter/Kalke, Jens (2002): Lernen durch Verzicht. Konzept und Wirkungen des suchtpräventiven Unterrichtsprogramms „Gläserne Schule", Schneider Verlag Hohengehren, Baltmannsweiler
Quelle: www.isd-hamburg.de/projekte_glaeserneschule.htm
„Gläserne Schule, Teil II" - 2002-2004: Diese Anschluss-Studie wollte überprüfen, ob die so genannte „Initiierte Abstinenz" auch in der Altersgruppe der 15- bis 18-jährigen Schüler positiven Wirkungen führte.
Auch die Anschluss-Studie kam zu positiven Ergebnissen: Es kam in der viermonatigen Untersuchungsphase bei einem „erheblichen" Teil der Schüler zu einem Rückgang des Konsums.
Quelle: www.isd-hamburg.de/projekte_glaeserne_2.htm
„Gläserne Schule, Teil III" - 2003-2006: In dieser aktuellen Forschungsreihe, die von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) gefördert wird, will man die langfristigen Wirkungen der Verzichtsübungen, die Nachhaltigkeit und das richtige Alter für die „Initiierte Abstinenz" überprüfen.
Dazu wird die Maßnahme in einer Experimentalgruppe jedes Jahr und in den drei Kontrollgruppen nur einmal in dem vierjährigen Beobachtungszeitraum - hier allerdings in jeweils unterschiedlichen Klassenstufen aus verschiedenen Schultypen - durchgeführt. Insgesamt werden etwa 2.800 Schüler/innen aus Hamburg und Schleswig-Holstein teilnehmen.
Quelle: www.isd-hamburg.de/projekte_bzga.htm